Wildschweine?

Mitten im Urwald

Anfrage

Auf dem Darß befand sich einer der berühmtesten sogenannten Urwälder des Deutschen Reiches. Er ist allerdings nicht als Urwald anzusehen, da er seit dem Mittelalter mit verschiedener Intensität forstlich genutzt wurde.

Erst seit Gründung des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft wurde gemäß dem Nationalparkmotto „Natur Natur sein lassen“ zumindest in der Kernzone im Nordwesten des Darßwaldes die forstliche Nutzung beendet. Die Spuren der Waldnutzung sind in dem zu den größten zusammenhängenden Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns zählenden Darßwald allerdings auch heute noch deutlich ablesbar. Der Darßwald war ehemals ein Weidewald. Aus dieser Zeit sind die zahlreichen, zum Teil weit auseinander stehenden und skurril gewachsenen Weidbuchen übrig geblieben. Besonders von den dänischen und französischen Besatzern wurde im Darßwald Raubbau betrieben. Der kurzen dänischen Zeit beispielsweise fielen sämtliche alten Eiben zum Opfer. Sie dienten zur Innenraumvertäfelung der Schlösser Rosenborg und Amalienborg.

Die zurückgelassene Heidelandschaft mit meist lockerem Baumbestand wurde von den preußischen Forstleuten schrittweise wieder aufgeforstet. Dabei kamen schnellwüchsige Nadelholzarten zum Einsatz. Die heute noch im Darßwald verbreitete Fichte, Europäische Lärche und Douglasie kommen dort aber von Natur aus nicht vor. Auch der Anteil, der heute von der Waldkiefer eingenommen wird, ist als zu hoch anzusehen. Natürliche Waldkiefernwälder bestehen auf den jüngeren Reffs, den ehemaligen Strandwällen, im Norden. In den Dünentälern, den Riegen, haben sich mittlerweile naturnahe Roterlen-Bruchwälder herausgebildet. Auf den älteren Reffs sind von Natur aus Rotbuchenwälder bodensaurer Standorte zu erwarten. Die natürliche Waldgrenze am Weststrand des Darß wird auch von der Roterle gebildet. Auffällig ist auch der starke Königsfarn-Bewuchs des Unterholzes im gesamten Darßwald.

Ein weiteres Indiz für die intensive forstliche Nutzung sind die Harzlachten an vielen alten Kiefernstämmen. Sie wurden schräg in den Stamm geritzt, um Harz zu gewinnen. Auch zu DDR-Zeiten wurden damit Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen.

Bis 1945 lebten im Darßwald in den 1930er Jahren angesiedelte Wisente. Hermann Göring und später Erich Honecker hielten hier Jagden ab. Bekannte Forstmänner, die auf dem Darß wirkten, waren Ferdinand von Raesfeld (von 1890 bis 1913) und Franz Mueller-Darß (1925 bis 1945). Eine Attraktion des Darßwaldes ist besonders zur Brunftzeit im Spätsommer und Herbst auch die starke Rotwild-Population.

Die zurückgelassene Heidelandschaft mit meist lockerem Baumbestand wurde von den preußischen Forstleuten schrittweise wieder aufgeforstet. Dabei kamen schnellwüchsige Nadelholzarten zum Einsatz. Die heute noch im Darßwald verbreitete Fichte, Europäische Lärche und Douglasie kommen dort aber von Natur aus nicht vor. Auch der Anteil, der heute von der Waldkiefer eingenommen wird, ist als zu hoch anzusehen. Natürliche Waldkiefernwälder bestehen auf den jüngeren Reffs, den ehemaligen Strandwällen, im Norden. In den Dünentälern, den Riegen, haben sich mittlerweile naturnahe Roterlen-Bruchwälder herausgebildet. Auf den älteren Reffs sind von Natur aus Rotbuchenwälder bodensaurer Standorte zu erwarten. Die natürliche Waldgrenze am Weststrand des Darß wird auch von der Roterle gebildet. Auffällig ist auch der starke Königsfarn-Bewuchs des Unterholzes im gesamten Darßwald.

Ein weiteres Indiz für die intensive forstliche Nutzung sind die Harzlachten an vielen alten Kiefernstämmen. Sie wurden schräg in den Stamm geritzt, um Harz zu gewinnen. Auch zu DDR-Zeiten wurden damit Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen.

Bis 1945 lebten im Darßwald in den 1930er Jahren angesiedelte Wisente. Hermann Göring und später Erich Honecker hielten hier Jagden ab. Bekannte Forstmänner, die auf dem Darß wirkten, waren Ferdinand von Raesfeld (von 1890 bis 1913) und Franz Mueller-Darß (1925 bis 1945). Eine Attraktion des Darßwaldes ist besonders zur Brunftzeit im Spätsommer und Herbst auch die starke Rotwild-Population.

Quelle: Wikipedia, Lizenz CC-BY-SA